Deutschland weist Adil Yigit aus Hamburger Erdogan-Kritiker: „Ich habe große Angst“

Hier greift man anscheinend durch. Die Regierung schafft es nicht Menschen die hier illegal einreisen, die währen ihrer Klärung auf Asyl straffällig werden, die Menschen ermorden, vergewaltigen, rauben und Totprügeln auszuweisen, aber einen Regimekritiker Erdogans, da geht das ganz schnell. Was ist das für eine Regierung die wir hier mit unseren Steuergeldern durchfüttern wie die Maden im Speck… Es wundert einen doch sehr, wenn man sieht wie schnell so etwas gehen kann und fragt sich gleichzeitig wieso das bei den ganzen Asylsuchenden- und angeblichen Flüchtlingen nicht geht …

Quelle: hier nachzulesen

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Beim Staatsbesuch von Erdogan in Deutschland wurde Adil Yigit auf einer Pressekonferenz von Sicherheitsleuten abgeführt.

Beim Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Erdogan hatte er für einen Eklat gesorgt. Jetzt soll der in Hamburg lebende Journalist Adil Yigit das Land verlassen. Am Freitag bekam der 60-Jährige einen Ausweisungsbescheid. In der Türkei droht ihm Gefängnis.

Adil Yigit hatte die Türkei nach dem Militärputsch 1980 verlassen. Seitdem lebt er in Deutschland. Er ist Herausgeber der regierungskritischen Onlinezeitung „Avrupa Postasi“ und schreibt als Kolumnist für die „taz“. Seine vier Kinder und zwei Enkel haben die deutsche Staatsangehörigkeit. Seine eigene Aufenthaltsgenehmigung wurde immer wieder verlängert – bis jetzt.

Yigit: Ausweisungsbescheid aus heiterem Himmel

In dem Ausweisungsbescheid des Bezirksamts Hamburg-Mitte vom 22. Oktober, Fachbereich Ausländerangelegenheiten, heißt es, Yigit müsse zum 22. Januar 2019 ausgereist sein oder er werde auf eigene Kosten abgeschoben. Als Gründe für die Ausweisung geben die Mitarbeiter der Behörde an, dass er nicht erwerbstätig sei und die „familiäre Lebensgemeinschaft“ mit seinen deutschen Kindern nicht mehr bestehe.

„Ich hatte erst vor drei Monaten einen Termin mit dem Chef der Hamburger Ausländerbehörde“, erzählt Yigit gegenüber der MOPO. „Er sagte mir, dass ich in zwei bis drei Monaten einen Antrag für die deutsche Staatsangehörigkeit stellen könnte.“ Der Ausweisungsbescheid habe ihn „aus heiterem“ Himmel getroffen.

In der Türkei droht dem Journalisten Haft

Adil Yigit hat nun ein Problem. In der Türkei würde der scharfe Kritiker von Präsident Erdogan vermutlich sofort inhaftiert werden. Bei einer Pressekonferenz von Erdogan mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin hatte er Ende September ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift „Gazetecilere Özgürlük – Freiheit für Journalisten in der Türkei“ getragen. Daraufhin kam es zu Unruhen. Deutsche Sicherheitskräfte griffen ein und brachten Yigit aus dem Saal.

Jetzt ist Yigit in den türkischen Medien ein großes Thema. Die Erdogan-nahe Nachrichtensendung „Merhaba“ berichtet stündlich, dass Deutschland den – Zitat – „Provokateur“ abschieben werde. Dabei bezieht man sich auf eine Rede Erdogans, die er wenige Tage nach seiner Rückkehr aus Deutschland gehalten hatte und in der er Yigit mit den Worten beschimpfte: „Da gab es einen Flegel, einen Lump, der die Pressekonferenz der Kanzlerin und mir stören wollte. Die deutsche Polizei hat ihn gepackt und rausgeschmissen.“

Yigit befürchtet das Schlimmste: „In der Türkei würde ich sofort in den Knast kommen. Ich habe große Angst.“

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